Aktuelles
inside #11/2008 - November 2008
Dankbar für Gnade
Von Terry Cole
Heute feiern wir "Thanksgiving". Als ich über Dankbarkeit nachdachte kam mir dieses Erlebnis in den Sinn ...
Mark, ein älterer Mann der rau und robust aussah, zugleich aber auch sehr dünn und schwach, sass im Cream And Sugar Wohnwagen als ich herein kam. Er lächelte mir zu, sagte aber nicht viel. Aufmerksam folgte er den Gesprächen, erzählte aber nichts aus seinem eigenen Leben.
Bevor er ging, bat er mich um Gebet. Alle anderen waren mit Putzen und Aufräumen des Wohnwagens beschäftigt, da wir kurz vor Schluss waren. Deshalb fragte ich Mark, ob er mit nach draussen kommen wolle, wo wir etwas ungestörter wären. Ich erkundigte mich nach seinen Anliegen. Er antwortete mir, dass seine Kinder Gebet brauchten. Ein Sohn stand davor, seine Wohnung zu verlieren. Eine Tochter würde in ein paar Wochen ein Baby bekommen. Zum dritten Kind hatte er den Kontakt verloren.
Er wollte dass ich dafür bete, dass die werdenden Eltern bessere Eltern sein würden als er gewesen sei. Ich fragte Mark ob er Christ sei, und er antwortete ohne zu zögern "ja". Dann fragte ich weiter, ob seine Kinder Christen seien, und er bestätigte auch dies. So legte ich ihm die Hände auf und er ergriff meine Hand. Anfangs brachte ich die Anliegen um die mich Mark gebeten hatte vor Gott, doch ich spürte die Dringlichkeit auch dafür zu beten, dass Mark sich selbst vergeben und er Heilung für seinen Schmerz erfahren kann.
Als ich ihm zusprach, dass Jesus ihm seine Vergangenheit vergeben hatte, dafür dass er so wenig Zeit für seine Kinder hatte, begann er laut zu weinen. Ich betete weiter für die Wiedervereinigung innerhalb seiner Familie, für Stärke und Schutz, und vor allem für Vergebung und Heilung zwischen ihnen allen - für Gottes Gnade in dieser Familie. Als ich fertig war, umarmte mich Mark vor lauter Dankbarkeit.
Etwas später hörte ich, dass seine Tochter sich ganz unerwartet bei ihm gemeldet hatte, und dass er auf dem Weg zu ihr ist.
An diesem "Thanksgiving Day" bin ich für die Gnade Gottes dankbar, das Opfer von Jesus, und das Geschenk des Heiligen Geistes. Diese sind es, die uns wahre Freude bringen und aus unserem "Überleben" wahres Leben machen.
Helfen Sie Mit
Da das Wetter immer kälter wird, wird auch das Leben auf den Strassen immer herausfordernder, immer härter.
Wir sind dankbar, dass wir durch unser "Cream And Sugar" - Projekt in der Lage sind, einer grossen Zahl von Menschen jeden Tag helfen zu können.
Es ist wirklich erstaunlich, wie man mit wenig einen grossen Unterschied machen kann. Eine Packung Nudelsuppe die $0.17 kostet oder eine Tasse Kaffee, ein Paar saubere Socken und warme Kleidung, das verändert Menschen.
Am 25. Dezember werden wir wieder eine grosse Weihnachtsparty auf der Strasse haben. Für unsere obdachlosen Freunde ist das ein absoluter Höhepunkt des Jahres, auf den sie sich schon riesig freuen.
Wie auch in den vergangenen Jahren werden wir Goulaschsuppe und Donuts servieren, Kleider ausgeben, Geschenke verteilen und für Leute beten.
Wenn sie uns bei der Ausrichtung dieses Festes finanziell unterstützen möchten, besuchen sie doch bitte unsere Webseite unter http://www.hfan.org/de/support_de.htm für weitere Informationen. Vielen Dank!
Zeugnisse
wichtiger Hinweis: Die Namen aller hier erwähnten Personen wurden geändert.
Robert
April 2007
Wir traffen Robert das erste mal vor drei Jahren. Er war Heroin und Alkohol abhängig und lebte auf der Strasse. Wir haben viel Zeit mit ihm verbracht und dann gab er sein Leben Jesus. Gerade in dem Moment als im Radio seines Kumpels das Lied "Highway to Hell" von AC/DC gespielt wurde.
Dannach änderte sich sein Leben und er verschwand von der Strasse. Auch wir haben ihn aus den Augen verloren. Doch vor ein paar Tagen stand er plötzlich vor uns. Er sah gut und gesund aus.
Dann erzählte er uns was in der Zwischenzeit geschehen ist. Er ist seit zwei Jahren frei von Drogen und hat nun eine Familie. Sein Sohn wurde gerade neun Monate alt und Robert hat eine Stelle in einer Tierklinik. Dann sagte er uns:
"Wenn ihr mir damals nicht geholfen hättet, würde ich wohl jetzt nicht so gut da stehen".
James
April 2007
James kennen wir seit ein paar Monaten. Wir sahen ihn nicht regelmässig und die Gespräche waren nicht wirklich tief. So kamen wir auch nicht näher an ihn heran.
Vor ein paar Tagen trafen wir ihn mit ein paar Freunden.
James stellte uns vor mit den Worten:
"Das sind meine Freunde, die sind Christen. Sie sind wirklich cool! Jedes Mal wenn ich etwas Dummes machen will treffe ich sie, dann lasse ich das Ding platzen. Sie sind auch die einzigen, mit denen ich über die Bibel sprechen kann. Ich bin so froh dass sie da sind!"
Solche Worte tun uns gut. Das interessante ist nur, dass wir uns gar nicht daran erinnern können, jemals mit ihm ein Gespräch über die Bibel geführt zu haben, geschweige denn zu erleben, wie er eine böswillige Tat hat sein lassen.
Allein durch unser Dasein dürfen wir erleben, dass Leute merken das sie auf dem falschen Weg sind und sich verändern.
Zurück zu Jesus
März 2007
Letztes Jahr haben wir Bobby für mehrere Monate im Gefängnis besucht und er hat während dieser Zeit Jesus erlebt.
Leider hat er sich nach seiner Entlassung sowohl von Jesus wie auch von uns abgewandt.
Doch vor ein paar Monaten hatten wir eine sehr
gute Begegnung mit Bobby. Langsam öffnet er erneut sein Herz und freut sich, uns zu sehen. Vor ein paar Tagen nun fragte er uns demütig:
"Habt Ihr vielleicht einen Bibelkreis oder etwas ähnliches? Ich vermisse diesen tiefen Frieden denn ich damals im Gefängnis erlebt habe. Ich möchte zurück zu Jesus finden".
Alexander
April 2006
Alexander (ca. 45 J., Name geändert) lebt schon jahrelang als obdachloser auf den Strassen Austins.
Er ist allerdings kein typischer Obdachloser. Er ist immer sauber und gepflegt, da er viele Freunde
hat und immer irgendwo Unterschlupf findet. Er ist ein freundlicher, sensibler Mann. Wir haben schon ein paarmal mit ihm gesprochen.
Dieses Mal habe ich ihn auf Jesus angesprochen und ihn gefragt, ob er Christ sei. Er meinte, dass er das mit Jesus noch nicht so richtig
glauben kann. Es ergab sich ein sehr langes und gutes Gespräch. Ich konnte ihm viel erklären und er war ganz interessiert als ich ihm
erzählte, wie ich persönlich Jesus kennenlernen durfte.
Dann, nach nochmaligen Nachfragen, ob er sein Leben Jesus geben will, sagte er:
"Ja", das würde er ja eigentlich auch jeden Tag beten, aber irgendwie geht es nicht. Wir haben zusammen gebetet und er hat sein Leben Jesus
in die Hände gegeben. Es war wirklich nicht kompliziert. Jesus macht es uns so einfach zu ihm zu kommen, denn seine rettende Hand ist schon
ausgestreckt.
Im Gefängnis bekehrt
März 2006
Bobby kennen wir schon seit etwa 2 Jahren. Durch seine schwere Alkoholprobleme bekam er immer wieder Probleme mit der Polizei. Letzten Juli vernahmen wir, dass er für 9 Monate ins Gefängnis muss. Da wir seinen richtigen Namen nicht kannten, konnten wir ihn leider nicht kontaktieren. So verging einige Zeit bis eines Tages einer von Bobbys obdachlosen Freunde auf uns zu kam und uns ein Brief zeigt den er eben von Bobby erhalten hat . In dem Brief bittet Bobby uns, ob wir ihm nicht einen Brief schreiben könnten. Natürlich liessen wir uns nicht zweimal bitten. Doch anstatt ihm nur einen Brief zu schreiben besuchten wir ihn kurze Zeit später im Gefängnis.
Durch die regelmässigen Besuche vertiefte sich unsere Freundschaft und wir durften erleben wie Jesus in seinem Leben Einzug hielt. Bei jedem Besuch waren wir erstaunt was er mit Gott erlebt und wie der Heilige Geist an ihm arbeitet. Sein Wunsch ist es nach seiner Entlassung eine Rehabilitation zu machen und Gott besser kennen zu lernen. Wir möchten ihn gerne bei uns aufnehmen.
Johnnie räumt auf
Haschischpfeifen landen im Müll - Dezember 2005
Johnnie hat sich vor einigen Wochen bekehrt und will wirklich Jesus nachfolgen. Es ist uns eine große Freude, ihn im Glauben wachsen zu sehen.
Seit kurzer Zeit lebt er hier bei uns im Haus und sagt immer wieder, dass es ihm gut tut, nicht mehr so viel Zeit mit Menschen zu verbringen, die einen schlechten Einfluss auf ihn haben. Nachdem er viele Jahre obdachlos war hat er jetzt ein eigenes Zimmer und genießt es sehr.
Es ist uns ein großes Anliegen, ihn zu lehren und ihm zu zeigen, wie er Jesus nachfolgen kann. Neulich hat er uns erzählt, dass er wenige Tage nach seiner Bekehrung all die Drogen, die er noch irgendwo hatte, weggeschmissen hat. Auch Haschischpfeifen und ähnliche Utensilien landeten im Müll. Er räumt sein Leben auf! Das erfreuliche an dieser Begebenheit ist, dass ihn der Heilige Geist selbst gezeigt hat, dass er das machen soll. Wir haben uns weder darüber unterhalten noch erwähnt, dass er sich von diesen Dingen trennen muss. Der Herr Jesus hat ihn fest an der Hand und führt ihn in ein neues Leben.
Gott wirkt
Oktober 2005
Billy kennen wir schon mehrere Jahre. Rumreisen, Alkohol und Party waren die Dinge, wofür Billy lebte. Doch etwas ist in den vergangenen Monaten geschehen. Als Billy kürzlich für einige Wochen im Gefängnis war, las er das neue Testament vor- und rückwärts.
Als wir ihm vor ein paar Tagen auf der Strasse begegneten, wirkte er sehr verändert - andächtig und ernst. Er erzählte uns, daß er erkannt hat, daß sein Lebensstil Gott nicht gefällt. Er weiß, daß sein Alkoholproblem eine Sucht ist, mit der er selber nicht fertig wird. Er möchte sein Leben ändern und ein Leben führen, das Gott Freude bereitet. Billy ist kurz davor, ein Kind Gottes zu werden.
Jesus ist anders
Juni 2005
Mike ist 56 Jahre alt und lebt mit seinem Sohn seit langer Zeit auf der Straße. Oft war er im Gefängnis.
Immer wieder gerät er in Schlägereien und kommt in Konflikt mit der Polizei. Als wir ihn vor einem Jahr das erste Mal
getroffen haben, war er uns gegenüber sehr freundlich, wollte aber nichts mit Kirche oder Christen zu tun haben.
Seitdem treffen wir ihn jede Woche. Wir haben viel miteinander geredet und gelacht. Er hat von seinem Leben als Obdachloser erzählt,
wir haben von unserem Leben mit Jesus erzählt. Eine wunderbare Freundschaft ist über die Wochen und Monate gewachsen.
Jetzt reden wir oft über Gott. Mike öffnet sein Herz und erzählt von seinen Verletzungen und von den Fehlern, die er gemacht hat.
Diesen Monat war er mit uns bei einem Gottesdienst in Austin. Er konnte es kaum glauben, wie freudig die Leute dort angebetet haben.
Er sagte: "Es sieht so aus als ob diese Leute gerne zur Kirche gehen!" Und:"Der Jesus, den ihr kennt, scheint ein anderer zu sein als der,
von dem ich bisher gehört habe!"
Sein Sohn hat uns gesagt, dass er uns schätzt und respektiert wegen der Art und Weise wie wir mit
seinem Vater umgehen. Er meinte: "Es gibt nicht viele Leute, die gut zu meinem Vater sind." Auch Mike's Sohn glaubt nicht an Gott,
verkauft Drogen und hat seine Finger in allen möglichen dunklen Geschäften.
Jetzt hat er sich eine Bibel besorgt und liest auch darin: "Es kann ja nicht schaden, wenn ich zumindest weiß, was da drin steht!"
Ein Treffen mit Freunden
Februar 2005
Ganz unerwartet erhielten wir einen Anruf von Andy. Er fragte, ob wir uns mit ihm und ein paar Freunden in San Antonio treffen könnten. Kurzentschlossen machten wir uns auf den Weg.
Andy, den wir schon lange kennen, aber schon länger nicht mehr gesehen haben, umarmt uns sofort. Er sagt, dass er im Gefängnis war, und deshalb nicht zu unserer Weihnachtsparty kommen konnte.
Hound, ein Neuer sagt, er habe schon viel von uns gehört und es sei toll, dass er uns endlich kennenlernen könne. Wolf und David, alte Bekannte, sind auch dort. Sie erzählen uns, dass sie heute nach Westen abreisen wollen um Freunde zu treffen. Um so mehr freut es uns, dass sie noch an uns gedacht und uns angerufen haben.
David erzählt:"Ich hoffe Daniel und Marie in Mexico zu treffen. Daniel hat euch echt gerne! Als wir noch in Austin waren, wartete er oft nur darauf, dass ihr kommt. Er mag euch. Ihr seid seine Freunde. Er meint auch noch: "Anfangs war ich skeptisch, weil so oft Christen zu uns kommen nur um uns ihren Glauben aufzudrücken und dann wieder zu verschwinden. Aber ihr kommt, um mit uns Gemeinschaft zu haben und um uns zu helfen. Danke dass ihr das tut!"
Hound fügt hinzu: "Ihr seid anders als alle Christen, die ich bis jetzt kennengelernt habe."
Wir entschliessen uns, die Vier auf ihren Wunsch hin, aus der Stadt zu fahren. Auf dem Weg zum Auto sagt Wolf: "Wisst ihr, ich wünschte ich wäre so wie ihr, aber ich bin einfach noch nicht so weit....
Wir fahren sie in ein kleines Städtchen an der Autobahn. Von dort aus können sie leichter nach Westen trampen. Herzlich verabschieden wir uns, beten wir für sie und stellen ihre Reise unter Gottes Schutz. Wir beten, daß sie Jesus nicht los läßt und sie ihm auf ihrem Trip nach Westen begegnen.
Meggy öffnet ihr Herz
Februar 2005
Wir haben Meggy das erste Mal getroffen, als wir eine Anbetungszeit auf der Straße hatten. Sie hat sich neben uns gestellt und sehr provozierend ein christliches Kinderlied gesungen. "Ich glaube an Buddha und daran, daß alle Christen in die Hölle kommen!", hat sie gesagt. In den nächsten Wochen sahen wir sie ab und zu im Vorbeigehen. Meggy war uns gegenüber immer sehr abweisend. Nach und nach wurde sie offener und wir konnten ihr erzähen, wie Jesus unser Leben verändert hat.
Sie hat mal gesagt, daß sie es cool findet, daß wir immer zu den Punkern und Obdachlosen kommen anstatt unsere Zeit mit schönem Essen, Fernsehen oder Einkaufen zu vertreiben.
James hat Hoffnung
Februar 2005
James hat uns irgendwann mal angesprochen und gefragt, wie er von seiner Alkoholsucht frei werden könne. Von da an trafen wir ihn regelmässig. Er hat uns erzählt, wieviel er jeden Tag trinkt und wie schlimm die Entzugserscheinungen sind, die er jeden Morgen hat. Weiter sagte er, daß er immer total ermutigt ist wenn er hört, wie wir von Jesus singen und reden. Unsere Freundschaft motiviere ihn mit dem Trinken aufzuhören. James meint: "Wenn ich der einzige Mensch hier bin dem ihr helfen könnt, dann hat sich euer ganzer Einsatz gelohnt."
Gott wirkt
Februar 2005
Mark ist ein obdachloser Mann um die 50. Wir sind sehr gute Freunde. Fast immer wenn wir in Austin sind treffen wir uns mit ihm, und es ist wunderbar zu sehen wie Gott hier eine Beziehung baut. Mark ist sehr offen und erzählt uns immer mehr aus seinem Leben. Krasse Geschichten die kaum zu glauben sind. Sehr oft erwähnt er seinen Vater der Baptistenprediger ist, und ihn als Kind sehr schlecht behandelt hat. Sie haben kein gutes Verhältnis.
Um die Weihnachtszeit hat ihm sein Vater allerdings einen Breif geschrieben und sich entschuldigt, daß er immer so hart und lieblos zu Mark war. In dem Brief war auch sehr viel Geld. Mehr als ihm sein Vater gewöhnlich zu Weihnachten schickt. Mark war sehr überrascht und konnte es kaum glauben. Wir wissen, daß Gott hier am Werk ist. Er hat seine Hand auf Mark´s Leben gelegt und stellt die Beziehung zwischen Vater und Sohn wieder her. Das ist einfach wunderbar.
Mike
Oktober 2004
10 Jahre ist er einer Rockband nachgereist bis die sich aufgelöst hat. Seine Schwester starb an einer Überdosis. Seitdem hat er keine Familie mehr. Heroinsüchtig pendelt er zwischen Entgiftung und Rückfall.Vor einigen Wochen hat er sein Leben Jesus gegeben und wurde mit dem heiligen Geist erfüllt. Einige Tage später sagte er, daß er jetzt zu den anonymen Alkoholiker geht, betet, Bibel liest und eine Gemeinde sucht. Vor zwei Wochen ist Mike rückfällig geworden. Aber wir wissen, daß Jesus ihn nicht fallen lässt und das werden wir auch nicht tun.
Phil
Oktober 2004
Ist 52 Jahre alt und schon viele Jahre lang obdachlos. Seit seiner Jugendzeit ging es mit seinem Leben bergab. Heute ist er Amphetaminabhängig und lebt vom Betteln. Obwohl er viele Träume von einer besseren Zukunft im Herzen trägt, hat er fast schon mit seinem Leben abgeschlossen. Jedoch etwas unterscheidet Phil von vielen anderen Obdachlosen - er möchte der Straße den Rücken kehren und ein neues Leben beginnen. Er weiß, daß er es nicht aus eigener Kraft schaffen kann. Wenn wir ihm von Jesus und seiner lebensverändernden Kraft erzählen, hört er genau zu. Diese Botschaft und die Hoffnung, einmal bei uns mitleben zu können, geben ihm neuen Mut. Phil wartet auf den Tag, an dem er in unser Auto einsteigen und mit uns nach Hause fahren kann. Wir können es kaum erwarten, daß Gottes Pläne für sein Leben zur vollen Entfaltung kommen.
Thomas
Oktober 2004
Thomas, 21, war einer unserer ersten Bekanntschaften. Plötzlich sehen wir ihn wieder: Genau da, wo wir immer unsere Anbetungszeiten haben. Er sieht so gesund aus und ist vor allem nüchtern. Der Grund: Vor einer Stunde wurde er aus dem Gefängnis entlassen. Er war vier Monate dort. Nun will er zurück zu seiner Familie. "Ich habe es satt zu reisen, möchte einen Job und eine Wohnung." Kurzentschlossen bringen wir ihn nach Hause. Begeistert genießt er die zweistündige Fahrt an diesem wunderbaren Sommerabend. Später verrät er: "Wäre ich noch länger in Austin geblieben und hättet ihr mich nicht mitgenommen, wäre ich gleich wieder abgestürzt." Ein Blick auf die Uhr: "Mensch, um diese Zeit wäre ich sicher schon wieder total besoffen gewesen ... "
Mark
Oktober 2004
Mark, 19, lebt seit zwei Jahren auf der Straße und ist dabei schon dreimal durch die ganze USA gereist. Als wir mit unseren Gitarren im Park sitzen, spricht er uns an. Einfach nur ein bischen Small Talk - doch dann wird er ernst: "Ich schaff es einfach nicht mein Geld zu sparen. Egal wie viel ich hab, ich muss es ausgeben." Kein Problem für Gott! Unser Angebot für ihn zu beten nimmt er gerne an. Als wir später zusammen etwas trinken, bestellt er den kleinsten Drink. Welche Überraschung: Die Bedienung stellt ihm den grössten Becher hin. Ihr Kommentar: "Ich habe einfach einen Großen daraus gemacht. Ohne Aufpreis natürlich!" Marks Augen strahlen nach dieser prompten Gebetserhörung! Jetzt erzählt er von seiner Verlobten, die an einer Überdosis Heroin gestorben ist; davon, dass er seinen Glauben an Gott seitdem in Frage stellt; von all dem, was er auf seinen Reisen erlebt hat. Als wir uns verabschieden, zieht er seine Straße fröhlich. Gottes Liebe hatte sein Herz geöffnet.
Jack
September 2004
Jack, anfang zwanzig, sieht heute schlecht aus. Er wirkt körperlich und auch seelisch erschöpft. Beim Essen öffnet er sein Herz. Seit den traumatischen Erlebnissen in der Armee ist sein Leben anders und die Geschehnisse holen ihn immer wieder ein. Auch in den vergangenen Tagen scheint dies der Fall gewesen zu sein. Vieles deutet auf Missbrauch hin. Auf die Frage ob er jemals Jesus in sein Herz aufgenommen habe antwortet er mit "Ja". Wir beten für ihn um innere Heilung. Eine Umarmung lässt die Liebe Gottes für ihn erfahrbar werden. Jack lacht und neue Lebensfreude strahlt von ihm aus.
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