Aktuelles
inside #06/2010 - Juni 2010
Ein grosser Segen
von Andrea Wuerz
Auch wenn ich nicht auf der Straße lebe, war und ist das HELP for all Nations Team ein grosser Segen für mich.
Ich bin 23 Jahre alt, komme aus Austin und gehe schon seit acht Jahren in die gleiche Gemeinde, wie auch das HELP Team aus Deutschland.
Als ich anfing aufs College zu gehen, hatte ich eine ziemliche Glaubenskrise und ich wusste nicht, ob ich überhaupt noch Jesus nachfolgen soll. Eine der Frauen aus dem HELP Team, hat mich während dieser Zeit betreut mich und mich durch diese Krise begleitet. Das war für mich eine echte Bereicherung.
Im Laufe der Jahre habe ich immer wieder bei ihrer Arbeit unter obdachlosen Jugendlichen mitgeholfen. Ich habe dadurch viel gelernt und ich genieße es einfach Zeit mit dem Team zu verbringen.
Jedes Mal, wenn ich mit ihnen zusammen bin, bin ich so ermutigt und innerlich berührt. Sie sind ein großer Segen für jeden, dem sie begegnen.
Letzten Sommer habe ich sie bei der Instandsetzung ihres neuen Grundstückes unterstützt. Zu dieser Zeit war einem Team von ihrer Missionsschule in Deutschland hier in Austin.
Bei Cream and Sugar dienen wir den Leuten auf der Straße leben. Wir sprechen mit ihnen, hören zu und verbringen viel Zeit mit ihnen. Mit Kaffee, Snacks und Kleidung helfen wir ihnen ganz praktisch.
Während der Arbeit mit den Runaways, habe ich gemerkt, dass sie mir in vielen Dingen ganz ähnlich sind. Einige von haben im gleichen Jahr wie ich Abitur gemacht, einige sind sogar hier in Austin aufgewachsen.
Sie haben Träume und viele von ihnen sind unglaublich talentiert, aber ihr Leben ist durch Drogen und schmerzhafte Erinnerungen zerstört worden. Sie spielen Gitarre, singen, erzählen Witze und Geschichten über Orte, die sie bereist haben und sprechen über Dinge, die sie so erlebt haben.
Einige der Erlebnisse, von denen sie erzählen, sind so traumatisch das es mir mir das Herz bricht. Sie sind Menschen, die Jesus brauchen. Das ist unsere Botschaft bei Cream and Sugar. Wir bringen eine Hoffnung die sie nicht enttäuschen wird. Wir erzählen ihnen über Jesus, der einen Plan für ihr Leben hat und ihre gebrochenen Herzen heilen kann.
Ich kann ehrlich sagen, dass die Arbeit mit den Obdachlosen für mich mehr ist als nur eine gute Tat. Ich fühle mich, als ob Gott mich speziell dazu berufen hat. Bei Cream and Sugar mitzuarbeiten ist der Höhepunkt meiner Woche und ich es kann nicht warten, bis alles, was Gott für diesen Dienst vorbereitet hat in Existenz kommt.
Zeugnisse
wichtiger Hinweis: Die Namen aller hier erwähnten Personen wurden geändert.
Robert
Wir traffen Robert das erste mal vor drei Jahren. Er war Heroin und Alkohol abhängig und lebte auf der Strasse. Wir haben viel Zeit mit ihm verbracht und dann gab er sein Leben Jesus. Gerade in dem Moment als im Radio seines Kumpels das Lied "Highway to Hell" von AC/DC gespielt wurde.
Dannach änderte sich sein Leben und er verschwand von der Strasse. Auch wir haben ihn aus den Augen verloren. Doch vor ein paar Tagen stand er plötzlich vor uns. Er sah gut und gesund aus.
Dann erzählte er uns was in der Zwischenzeit geschehen ist. Er ist seit zwei Jahren frei von Drogen und hat nun eine Familie. Sein Sohn wurde gerade neun Monate alt und Robert hat eine Stelle in einer Tierklinik. Dann sagte er uns:
"Wenn ihr mir damals nicht geholfen hättet, würde ich wohl jetzt nicht so gut da stehen".
James
James kennen wir seit ein paar Monaten. Wir sahen ihn nicht regelmässig und die Gespräche waren nicht wirklich tief. So kamen wir auch nicht näher an ihn heran.
Vor ein paar Tagen trafen wir ihn mit ein paar Freunden.
James stellte uns vor mit den Worten:
"Das sind meine Freunde, die sind Christen. Sie sind wirklich cool! Jedes Mal wenn ich etwas Dummes machen will treffe ich sie, dann lasse ich das Ding platzen. Sie sind auch die einzigen, mit denen ich über die Bibel sprechen kann. Ich bin so froh dass sie da sind!"
Solche Worte tun uns gut. Das interessante ist nur, dass wir uns gar nicht daran erinnern können, jemals mit ihm ein Gespräch über die Bibel geführt zu haben, geschweige denn zu erleben, wie er eine böswillige Tat hat sein lassen.
Allein durch unser Dasein dürfen wir erleben, dass Leute merken das sie auf dem falschen Weg sind und sich verändern.
Zurück zu Jesus
Letztes Jahr haben wir Bobby für mehrere Monate im Gefängnis besucht und er hat während dieser Zeit Jesus erlebt.
Leider hat er sich nach seiner Entlassung sowohl von Jesus wie auch von uns abgewandt.
Doch vor ein paar Monaten hatten wir eine sehr
gute Begegnung mit Bobby. Langsam öffnet er erneut sein Herz und freut sich, uns zu sehen. Vor ein paar Tagen nun fragte er uns demütig:
"Habt Ihr vielleicht einen Bibelkreis oder etwas ähnliches? Ich vermisse diesen tiefen Frieden denn ich damals im Gefängnis erlebt habe. Ich möchte zurück zu Jesus finden".
Alexander
Alexander (ca. 45 J., Name geändert) lebt schon jahrelang als obdachloser auf den Strassen Austins.
Er ist allerdings kein typischer Obdachloser. Er ist immer sauber und gepflegt, da er viele Freunde
hat und immer irgendwo Unterschlupf findet. Er ist ein freundlicher, sensibler Mann. Wir haben schon ein paarmal mit ihm gesprochen.
Dieses Mal habe ich ihn auf Jesus angesprochen und ihn gefragt, ob er Christ sei. Er meinte, dass er das mit Jesus noch nicht so richtig
glauben kann. Es ergab sich ein sehr langes und gutes Gespräch. Ich konnte ihm viel erklären und er war ganz interessiert als ich ihm
erzählte, wie ich persönlich Jesus kennenlernen durfte.
Dann, nach nochmaligen Nachfragen, ob er sein Leben Jesus geben will, sagte er:
"Ja", das würde er ja eigentlich auch jeden Tag beten, aber irgendwie geht es nicht. Wir haben zusammen gebetet und er hat sein Leben Jesus
in die Hände gegeben. Es war wirklich nicht kompliziert. Jesus macht es uns so einfach zu ihm zu kommen, denn seine rettende Hand ist schon
ausgestreckt.
Im Gefängnis bekehrt
Bobby kennen wir schon seit etwa 2 Jahren. Durch seine schwere Alkoholprobleme bekam er immer wieder Probleme mit der Polizei. Letzten Juli vernahmen wir, dass er für 9 Monate ins Gefängnis muss. Da wir seinen richtigen Namen nicht kannten, konnten wir ihn leider nicht kontaktieren. So verging einige Zeit bis eines Tages einer von Bobbys obdachlosen Freunde auf uns zu kam und uns ein Brief zeigt den er eben von Bobby erhalten hat . In dem Brief bittet Bobby uns, ob wir ihm nicht einen Brief schreiben könnten. Natürlich liessen wir uns nicht zweimal bitten. Doch anstatt ihm nur einen Brief zu schreiben besuchten wir ihn kurze Zeit später im Gefängnis.
Durch die regelmässigen Besuche vertiefte sich unsere Freundschaft und wir durften erleben wie Jesus in seinem Leben Einzug hielt. Bei jedem Besuch waren wir erstaunt was er mit Gott erlebt und wie der Heilige Geist an ihm arbeitet. Sein Wunsch ist es nach seiner Entlassung eine Rehabilitation zu machen und Gott besser kennen zu lernen. Wir möchten ihn gerne bei uns aufnehmen.
Johnnie räumt auf
Haschischpfeifen landen im Müll - Dezember 2005
Johnnie hat sich vor einigen Wochen bekehrt und will wirklich Jesus nachfolgen. Es ist uns eine große Freude, ihn im Glauben wachsen zu sehen.
Seit kurzer Zeit lebt er hier bei uns im Haus und sagt immer wieder, dass es ihm gut tut, nicht mehr so viel Zeit mit Menschen zu verbringen, die einen schlechten Einfluss auf ihn haben. Nachdem er viele Jahre obdachlos war hat er jetzt ein eigenes Zimmer und genießt es sehr.
Es ist uns ein großes Anliegen, ihn zu lehren und ihm zu zeigen, wie er Jesus nachfolgen kann. Neulich hat er uns erzählt, dass er wenige Tage nach seiner Bekehrung all die Drogen, die er noch irgendwo hatte, weggeschmissen hat. Auch Haschischpfeifen und ähnliche Utensilien landeten im Müll. Er räumt sein Leben auf! Das erfreuliche an dieser Begebenheit ist, dass ihn der Heilige Geist selbst gezeigt hat, dass er das machen soll. Wir haben uns weder darüber unterhalten noch erwähnt, dass er sich von diesen Dingen trennen muss. Der Herr Jesus hat ihn fest an der Hand und führt ihn in ein neues Leben.
Gott wirkt
Billy kennen wir schon mehrere Jahre. Rumreisen, Alkohol und Party waren die Dinge, wofür Billy lebte. Doch etwas ist in den vergangenen Monaten geschehen. Als Billy kürzlich für einige Wochen im Gefängnis war, las er das neue Testament vor- und rückwärts.
Als wir ihm vor ein paar Tagen auf der Strasse begegneten, wirkte er sehr verändert - andächtig und ernst. Er erzählte uns, daß er erkannt hat, daß sein Lebensstil Gott nicht gefällt. Er weiß, daß sein Alkoholproblem eine Sucht ist, mit der er selber nicht fertig wird. Er möchte sein Leben ändern und ein Leben führen, das Gott Freude bereitet. Billy ist kurz davor, ein Kind Gottes zu werden.
Jesus ist anders
Mike ist 56 Jahre alt und lebt mit seinem Sohn seit langer Zeit auf der Straße. Oft war er im Gefängnis.
Immer wieder gerät er in Schlägereien und kommt in Konflikt mit der Polizei. Als wir ihn vor einem Jahr das erste Mal
getroffen haben, war er uns gegenüber sehr freundlich, wollte aber nichts mit Kirche oder Christen zu tun haben.
Seitdem treffen wir ihn jede Woche. Wir haben viel miteinander geredet und gelacht. Er hat von seinem Leben als Obdachloser erzählt,
wir haben von unserem Leben mit Jesus erzählt. Eine wunderbare Freundschaft ist über die Wochen und Monate gewachsen.
Jetzt reden wir oft über Gott. Mike öffnet sein Herz und erzählt von seinen Verletzungen und von den Fehlern, die er gemacht hat.
Diesen Monat war er mit uns bei einem Gottesdienst in Austin. Er konnte es kaum glauben, wie freudig die Leute dort angebetet haben.
Er sagte: "Es sieht so aus als ob diese Leute gerne zur Kirche gehen!" Und:"Der Jesus, den ihr kennt, scheint ein anderer zu sein als der,
von dem ich bisher gehört habe!"
Sein Sohn hat uns gesagt, dass er uns schätzt und respektiert wegen der Art und Weise wie wir mit
seinem Vater umgehen. Er meinte: "Es gibt nicht viele Leute, die gut zu meinem Vater sind." Auch Mike's Sohn glaubt nicht an Gott,
verkauft Drogen und hat seine Finger in allen möglichen dunklen Geschäften.
Jetzt hat er sich eine Bibel besorgt und liest auch darin: "Es kann ja nicht schaden, wenn ich zumindest weiß, was da drin steht!"
Ein Treffen mit Freunden
Ganz unerwartet erhielten wir einen Anruf von Andy. Er fragte, ob wir uns mit ihm und ein paar Freunden in San Antonio treffen könnten. Kurzentschlossen machten wir uns auf den Weg.
Andy, den wir schon lange kennen, aber schon länger nicht mehr gesehen haben, umarmt uns sofort. Er sagt, dass er im Gefängnis war, und deshalb nicht zu unserer Weihnachtsparty kommen konnte.
Hound, ein Neuer sagt, er habe schon viel von uns gehört und es sei toll, dass er uns endlich kennenlernen könne. Wolf und David, alte Bekannte, sind auch dort. Sie erzählen uns, dass sie heute nach Westen abreisen wollen um Freunde zu treffen. Um so mehr freut es uns, dass sie noch an uns gedacht und uns angerufen haben.
David erzählt:"Ich hoffe Daniel und Marie in Mexico zu treffen. Daniel hat euch echt gerne! Als wir noch in Austin waren, wartete er oft nur darauf, dass ihr kommt. Er mag euch. Ihr seid seine Freunde. Er meint auch noch: "Anfangs war ich skeptisch, weil so oft Christen zu uns kommen nur um uns ihren Glauben aufzudrücken und dann wieder zu verschwinden. Aber ihr kommt, um mit uns Gemeinschaft zu haben und um uns zu helfen. Danke dass ihr das tut!"
Hound fügt hinzu: "Ihr seid anders als alle Christen, die ich bis jetzt kennengelernt habe."
Wir entschliessen uns, die Vier auf ihren Wunsch hin, aus der Stadt zu fahren. Auf dem Weg zum Auto sagt Wolf: "Wisst ihr, ich wünschte ich wäre so wie ihr, aber ich bin einfach noch nicht so weit....
Wir fahren sie in ein kleines Städtchen an der Autobahn. Von dort aus können sie leichter nach Westen trampen. Herzlich verabschieden wir uns, beten wir für sie und stellen ihre Reise unter Gottes Schutz. Wir beten, daß sie Jesus nicht los läßt und sie ihm auf ihrem Trip nach Westen begegnen.
Meggy öffnet ihr Herz
Wir haben Meggy das erste Mal getroffen, als wir eine Anbetungszeit auf der Straße hatten. Sie hat sich neben uns gestellt und sehr provozierend ein christliches Kinderlied gesungen. "Ich glaube an Buddha und daran, daß alle Christen in die Hölle kommen!", hat sie gesagt. In den nächsten Wochen sahen wir sie ab und zu im Vorbeigehen. Meggy war uns gegenüber immer sehr abweisend. Nach und nach wurde sie offener und wir konnten ihr erzähen, wie Jesus unser Leben verändert hat.
Sie hat mal gesagt, daß sie es cool findet, daß wir immer zu den Punkern und Obdachlosen kommen anstatt unsere Zeit mit schönem Essen, Fernsehen oder Einkaufen zu vertreiben.
James hat Hoffnung
James hat uns irgendwann mal angesprochen und gefragt, wie er von seiner Alkoholsucht frei werden könne. Von da an trafen wir ihn regelmässig. Er hat uns erzählt, wieviel er jeden Tag trinkt und wie schlimm die Entzugserscheinungen sind, die er jeden Morgen hat. Weiter sagte er, daß er immer total ermutigt ist wenn er hört, wie wir von Jesus singen und reden. Unsere Freundschaft motiviere ihn mit dem Trinken aufzuhören. James meint: "Wenn ich der einzige Mensch hier bin dem ihr helfen könnt, dann hat sich euer ganzer Einsatz gelohnt."
Gott wirkt
Mark ist ein obdachloser Mann um die 50. Wir sind sehr gute Freunde. Fast immer wenn wir in Austin sind treffen wir uns mit ihm, und es ist wunderbar zu sehen wie Gott hier eine Beziehung baut. Mark ist sehr offen und erzählt uns immer mehr aus seinem Leben. Krasse Geschichten die kaum zu glauben sind. Sehr oft erwähnt er seinen Vater der Baptistenprediger ist, und ihn als Kind sehr schlecht behandelt hat. Sie haben kein gutes Verhältnis.
Um die Weihnachtszeit hat ihm sein Vater allerdings einen Breif geschrieben und sich entschuldigt, daß er immer so hart und lieblos zu Mark war. In dem Brief war auch sehr viel Geld. Mehr als ihm sein Vater gewöhnlich zu Weihnachten schickt. Mark war sehr überrascht und konnte es kaum glauben. Wir wissen, daß Gott hier am Werk ist. Er hat seine Hand auf Mark´s Leben gelegt und stellt die Beziehung zwischen Vater und Sohn wieder her. Das ist einfach wunderbar.
Mike
10 Jahre ist er einer Rockband nachgereist bis die sich aufgelöst hat. Seine Schwester starb an einer Überdosis. Seitdem hat er keine Familie mehr. Heroinsüchtig pendelt er zwischen Entgiftung und Rückfall.Vor einigen Wochen hat er sein Leben Jesus gegeben und wurde mit dem heiligen Geist erfüllt. Einige Tage später sagte er, daß er jetzt zu den anonymen Alkoholiker geht, betet, Bibel liest und eine Gemeinde sucht. Vor zwei Wochen ist Mike rückfällig geworden. Aber wir wissen, daß Jesus ihn nicht fallen lässt und das werden wir auch nicht tun.
Phil
Ist 52 Jahre alt und schon viele Jahre lang obdachlos. Seit seiner Jugendzeit ging es mit seinem Leben bergab. Heute ist er Amphetaminabhängig und lebt vom Betteln. Obwohl er viele Träume von einer besseren Zukunft im Herzen trägt, hat er fast schon mit seinem Leben abgeschlossen. Jedoch etwas unterscheidet Phil von vielen anderen Obdachlosen - er möchte der Straße den Rücken kehren und ein neues Leben beginnen. Er weiß, daß er es nicht aus eigener Kraft schaffen kann. Wenn wir ihm von Jesus und seiner lebensverändernden Kraft erzählen, hört er genau zu. Diese Botschaft und die Hoffnung, einmal bei uns mitleben zu können, geben ihm neuen Mut. Phil wartet auf den Tag, an dem er in unser Auto einsteigen und mit uns nach Hause fahren kann. Wir können es kaum erwarten, daß Gottes Pläne für sein Leben zur vollen Entfaltung kommen.
Thomas
Thomas, 21, war einer unserer ersten Bekanntschaften. Plötzlich sehen wir ihn wieder: Genau da, wo wir immer unsere Anbetungszeiten haben. Er sieht so gesund aus und ist vor allem nüchtern. Der Grund: Vor einer Stunde wurde er aus dem Gefängnis entlassen. Er war vier Monate dort. Nun will er zurück zu seiner Familie. "Ich habe es satt zu reisen, möchte einen Job und eine Wohnung." Kurzentschlossen bringen wir ihn nach Hause. Begeistert genießt er die zweistündige Fahrt an diesem wunderbaren Sommerabend. Später verrät er: "Wäre ich noch länger in Austin geblieben und hättet ihr mich nicht mitgenommen, wäre ich gleich wieder abgestürzt." Ein Blick auf die Uhr: "Mensch, um diese Zeit wäre ich sicher schon wieder total besoffen gewesen ... "
Mark
Mark, 19, lebt seit zwei Jahren auf der Straße und ist dabei schon dreimal durch die ganze USA gereist. Als wir mit unseren Gitarren im Park sitzen, spricht er uns an. Einfach nur ein bischen Small Talk - doch dann wird er ernst: "Ich schaff es einfach nicht mein Geld zu sparen. Egal wie viel ich hab, ich muss es ausgeben." Kein Problem für Gott! Unser Angebot für ihn zu beten nimmt er gerne an. Als wir später zusammen etwas trinken, bestellt er den kleinsten Drink. Welche Überraschung: Die Bedienung stellt ihm den grössten Becher hin. Ihr Kommentar: "Ich habe einfach einen Großen daraus gemacht. Ohne Aufpreis natürlich!" Marks Augen strahlen nach dieser prompten Gebetserhörung! Jetzt erzählt er von seiner Verlobten, die an einer Überdosis Heroin gestorben ist; davon, dass er seinen Glauben an Gott seitdem in Frage stellt; von all dem, was er auf seinen Reisen erlebt hat. Als wir uns verabschieden, zieht er seine Straße fröhlich. Gottes Liebe hatte sein Herz geöffnet.
Jack
Jack, anfang zwanzig, sieht heute schlecht aus. Er wirkt körperlich und auch seelisch erschöpft. Beim Essen öffnet er sein Herz. Seit den traumatischen Erlebnissen in der Armee ist sein Leben anders und die Geschehnisse holen ihn immer wieder ein. Auch in den vergangenen Tagen scheint dies der Fall gewesen zu sein. Vieles deutet auf Missbrauch hin. Auf die Frage ob er jemals Jesus in sein Herz aufgenommen habe antwortet er mit "Ja". Wir beten für ihn um innere Heilung. Eine Umarmung lässt die Liebe Gottes für ihn erfahrbar werden. Jack lacht und neue Lebensfreude strahlt von ihm aus.
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